68 Jahre Moto Cross in Deutschland – KOSAK IST SEIT 40 JAHREN ERFOLGREICH DABEI

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Das erste organisierte und genehmigte Moto Cross Rennen in Deutschland fand 1951 statt. Vorher gab es Gelände- oder Geschicklichkeitsfahrten. Diese neue Sportart brachten die englischen Soldaten in das Rheingebiet mit. Viele Enthusiasten bauten dazu nur für den Renntag ihr Straßenmotorrad geländetauglich um. Angebote für Motorräder und Zubehör gab es nicht. Langsam entwickelte sich eine Nachfrage, die von aktiven Fahrern, die sich als Händler versuchten, bedient wurde. Viele starten im Laufe der Jahre ihr eigenes Business, mussten aber bald einsehen, dass einiges dazu gehört um am Markt zu bestehen. Heute gibt es nur noch wenige Händler, die sich über lange Zeit erfolgreich etabliert haben. Einer davon ist Zweirad Kosak aus Essingen. Nicht nur in der deutschen Moto Cross Szene ist der Name Kosak ein fester Begriff. Wenn es um Zweiräder, Service und Kundenfreundlichkeit geht, ist das Familienunternehmen aus Essingen bei Aalen seit 40 Jahren ganz vorne dabei. Das wird auch in Zukunft so sein. Denn Sylvia, die Tochter von Angela und Herbert, ist bereits in der Firmenleitung aktiv tätig und wird das Unternehmen weiter führen.

Vom Hobby zum Beruf – Vom Hobby zum Unternehmen

Als Herbert Kosak 1974 in Hüttlingen, nahe seinem Heimatort Aalen-Wasseralfingen, eine Rennveranstaltung auf der dortigen Moto Cross Strecke anschaute war für ihn rasch klar: „Das ist meine Sportart!“ Mit dem für einen Anfänger hohen Alter von 20 Jahren, kaufte sich der KFZ-Mechaniker eine gebrauchte CZ Maschine und nahm das Training auf. „Ich habe mir überlegt, dass Moto Cross in einem überschaubaren finanziellen Rahmen betrieben werden kann. Wenn man seine Maschine gut wartet, kann man lange damit fahren“, so die damalige Überlegung von Herbert Kosak. Als sogenannter Ausweisfahrer schaffte er es zum Ende des Jahres erstmalig, sich bei der Veranstaltung in Frickenhausen unter über einhundert gemeldeten Fahrern als 29. für die Rennen zu qualifizieren. Da hatte er die CZ aber schon gegen eine Maico getauscht. Von 1975 bis 1979 war Herbert Kosak bei vielen Rennen in der Ausweisklasse am Start. Mehrfach hatte er die Marken gewechselt, war u. a. für Ochsendorf mit einer KTM am Start und kam mit der 250 ccm Husqvarna sehr gut zurecht. 

Marktlücke erkannt – Eine Garage war der erste Firmensitz

Es gab keinen Händler, der Ersatzteileanbot oder kleine Reparaturen am Rennmotorrad an der Rennstrecke ausführen konnte. Die Nachfrage nach Service wurde immer stärker. Dadurch kam Herbert die Idee einen Renndienst anzubieten. Im August 1979 gab es den ersten Kontakt zum damaligen Husqvarna Importeur Josef Zupin aus Traunreut. Nach einem mehrtägigen Techniklehrgang in Traunreut, Herbert wollte alle Details genau wissen, kam er mit einer neuen Husqvarna 250 und Teilen für ca. 1000 DM im Kofferraum zurück. Zusammen mit seiner Frau Angela wurde in einer Garage die Firma Zweirad Kosak in Aalen eröffnet. Beim letzten Rennen des Jahres in Frickenhausen sollten das erste Mal Ersatzteile und Zubehör aus dem Kofferraum angeboten werden. Aber der Kofferraum blieb zu. Herbert fuhr sein Rennen, aber es fand noch kein Handel statt. Den Grund erklärt Angela: „Wir haben uns einfach nicht getraut den Taperziertisch aufzubauen. So etwas gab es ja bisher noch nicht. Wir wussten nicht wie die Leute reagieren“. Heute muss sie darüber lachen. 

Rennen, Renndienst und Fahrräder

Ab 1980 fuhr Herbert mit seiner 125 ccm Husqvarna aktiv Rennen und war auch mit dem Renndienst speziell für diese Marke vor Ort. Angela hatte sich dann auch getraut auf einem Tapeziertisch auf 1,8 m² und rund um den Transporter ihre Waren, wie Ersatzteile und Reifen anzubieten. Schon im Jahr 1981 konnte Herbert, er war zum Lizenzfahrer aufgestiegen, nur noch sporadisch an den Rennen teilnehmen. Der Renndienst wurde immer mehr angenommen, sodass er sich vorrangig darum kümmern musste. Was für den wirtschaftlichen Erfolg von Vorteil war. 1981 kam auch ein Kontakt zu dem Kawasaki Importeur Manfred Krauter aus Schorndorf zustande. Es kostete nicht viel Überzeugungs-arbeit und ab da hatte Zweirad Kosak den Renndienst für die schwedische Husqvarna und die japanische Kawasaki im Angebot. Neben Servicearbeiten und Teileversand, wurden ab März in einem gemieteten Ladenlokal in Aalen auch Fahrräder und Mofas angeboten. 

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Die Firmengeschichte wurde nach Erzählungen von Angela, Herbert und Sylvia Kosak  von Dieter Lichtblau in Textform gebracht.

Fotos: Privat

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